Anti-Bias

Der englische Begriff „Bias“ bedeutet Schieflage, Einseitigkeit, Voreingenommenheit oder auch Vorurteil. Die Anti-Bias-Arbeit verfolgt das Ziel, bestehende Schieflagen und Einseitigkeiten ins Gleichgewicht zu bringen und Diskriminierung abzubauen.

Im Mittelpunkt steht die intensive, erfahrungsorientierte Auseinandersetzung mit eigenen Vorurteilen und diskriminierenden Verhaltensweisen sowie mit diskriminierenden Strukturen. Der Anti-Bias Ansatz wendet sich gegen jede Form von Diskriminierung - egal, ob sie aufgrund von Hautfarbe, Geschlecht oder anderer Kriterien geschieht. Er hinterfragt gewohnte Handlungen und Erklärungsmuster und zeigt die Mechanismen sowie Wirkungsweisen von Diskriminierung auf.

Eine Mitarbeiterin des ikm hatte das Anti-Bias-Konzept in den USA kennen gelernt und anschließend nach Hamburg gebracht. Das war für uns der Impuls für eine inzwischen jahrelange Auseinandersetzung mit dem Ansatz. Er kann uns dabei helfen, Ängste und Vorurteile in Bezug auf das Anderssein anderer Menschen zu überwinden.

Unser Angebot bietet eine systematische Einführung in Schulen, wo mit den Lehrkräften, Eltern sowie den Schülerinnen und Schülern gearbeitet wird. In Kindertagesstätten bilden wir die Mitarbeitenden aus. Weiterhin bieten wir das Anti-Bias-Konzept als Fortbildung für Multiplikatoren sowie Workshops für interessierte Gruppen von Erwachsenen und Jugendlichen an.

Ein mittelfristiges Ziel der Anti-Bias-Arbeit ist das Verändern bzw. Verlernen von diskriminierenden Verhaltensweisen. Für sich selbst und für gesellschaftliche Strukturen sollen Verhaltens- und Handlungsalternativen entwickelt werden. Das langfristige Ziel ist die Entwicklung einer nicht-diskriminierenden Gesellschaft.