Hintergrund und Anspruch

Konfliktfreie, moderne Gesellschaften gibt es nicht. Konflikte sind nicht, wie es häufig den Anschein erweckt, per se negativ. Sie sind offenen Gesellschaften immanent und notwendiger Bestandteil demokratischer Auseinandersetzungen.

Entscheidend für den Charakter des Zusammenlebens ist die Art des Umgangs mit Konflikten. Im Interesse einer demokratischen Entwicklung der Gesellschaft sollte Konfliktlösung primär eine Aufgabe gesellschaftlicher Interaktion sein und erst sekundär eine Frage staatlicher Interventionen.

Entscheidend für die positive Entwicklung der demokratischen Zivilgesellschaft ist, wie und in welcher Form mit Konflikten umgegangen wird. Die Bewältigung konflikthafter Situationen stellt, ebenso wie der Umgang mit Unsicherheiten und Veränderungen, fortwährend hohe Anforderung an die personale Kompetenz. Diese muss folglich gefördert und weiterentwickelt werden. "Die Menschen stärken - die Sachen klären". So brachte Hartmut von Hentig diesen komplexen Anspruch auf den Punkt.

Um die vorhandenen Ansätze in diesem Sinne zusammen zu bringen und zu fördern, braucht es vermittelnde Instanzen. Die Kultur ziviler Konfliktbearbeitung kann gestärkt werden, wenn die vernetzte Kooperation, der fachliche Diskurs und die methodischen Kompetenzen zusammengeführt werden.

Dieses Ziel verfolgt das Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation.